Ein junges Produkt in einem hart umkämpften Markt hat Schwierigkeiten, die Verordnungsbreite auszubauen. Der Umsatz stützt sich auf wenige Verordner, eine zurückhaltende Mehrheit steht dem Produkt abwartend gegenüber und wartet auf einen verstärkten Einsatz durch Kollegen. In Marktforschungen und Gesprächen wird deutlich, dass trotz guter Studienlage Beispiele für einen erfolgreichen Einsatz im Praxisalltag fehlen.
Es werden Kasuistiken auf Basis realer Patientendaten aus dem Praxisalltag zusammengestellt. Hierzu werden zunächst Zielpatienten definiert und darauf basierende Screeningmaterialien für die Abfrage bei bestehenden Verordnern entwickelt. Von mit dem Zielpatientenbild weitgehend übereinstimmenden Patientenfällen werden unter Mithilfe der Verordner detaillierte Kasuistiken erstellt, welche den Informationsbedarf der Nichtverordner decken.
Mithilfe von Produktexperten im kommerziellen Außendienst sowie von Medical Science Liaison Managern werden Verordner für die Dokumentation realer Patientenfälle gewonnen. Aus dem Pool der eingereichten Dokumentationen werden die am besten zur Produktstrategie passenden Fälle ausgewählt und textlich sowie grafisch zu umfassenden Kasuistiken aufbereitet. Diverse Folgeformate werden daraus abgeleitet (Einzelkasuistik, Kasuistikband, Kurkasuistik, Teaser zur digitalen Nutzung …). Es gelingt, die Anwendung des Produkts im Praxisalltag erfolgreich aufzuzeigen, eine Brücke von den Early Adopters zu der Verordnermehrheit zu bauen und die Verordnerbreite so zu vergrößern.