In einer Indikation mit vielen therapeutischen Optionen fällt sowohl Patienten als auch Angehörigen/Care-Givers die Orientierung im Hinblick auf Behandlungsmöglichkeiten zunehmend schwerer. In Interviews beklagen Patienten, dass die verfügbaren Informationsmaterialien nur bedingt einen Überblick bieten. Des Weiteren zeichnet sich ab, dass der Informationsbedarf neu diagnostizierter Patienten stark von dem bereits therapieerfahrener Patienten divergiert. Schließlich verdeutlicht die Primärmarktforschung, dass das Krankheitsverständnis unter den Patienten sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.
In Zusammenarbeit mit Patienten und Nurses werden die Informationsbedürfnisse entlang der Patient Journey erhoben und Themenbereiche abgeleitet. Im Rahmen von Workshops werden Struktur, Ansprache, Tonalität und Gestaltungsstil von Informationsmaterialien exploriert, mit dem Kunden abgestimmt und definiert. Entwürfe werden mit Patienten und Nurses diskutiert und dann auf Basis der Rückmeldungen optimiert.
Es wird ein Set aus 2 durch den Gastroenterologen oder die Nurse abzugebenden Patientenbroschüren entwickelt, die auf das Informationsbedürfnis der Patienten entsprechend ihrer jeweiligen Therapiesituation eingehen und die therapeutischen Optionen je nach Patient Journey umfassend darstellen. Um der Komplexität der Informationen und dem unterschiedlichen Vorwissen der Zielgruppe Rechnung zu tragen, wird das Material durchgehend so aufbereitet, dass zu Beginn eines Kapitels alle Schlüsselinformationen sprachlich stark vereinfacht zusammengefasst werden. Trotz des umkämpften Marktes und einer Vielzahl verfügbarer Patienteninformationen sind die Broschüren innerhalb kürzester Zeit vergriffen und müssen nachproduziert werden. Aufgrund der hohen Nachfrage aus Praxen und Kliniken werden die Broschüren in zahlreiche Sprachen übersetzt.